Die Liebe bleibt.
Christiane Engelhardt, Ärztin für psychosomatische Medizin und Psychotherapie und Künstlerin, hat den Verlust ihrer Tochter Hanna durch Suizid erlebt.
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Der Verlust eines geliebten Menschen durch Suizid hinterlässt oft Fassungslosigkeit, viele Fragen und große Verunsicherung. Die Trauer kann sich überwältigend anfühlen und das Leben der Hinterbliebenen auf den Kopf stellen.
Auf Lukas4life finden Sie Informationen über die Besonderheiten der Trauer nach Suizid und über verschiedene Hilfsangebote für Hinterbliebene/Betroffene. Wir möchten Ihnen Mut machen, sich unterstützen zu lassen und auch gut für sich selbst zu sorgen.
Sie sind nicht allein.
Der Verlust eines nahestehenden Menschen durch Suizid ist eine der schwierigsten Erfahrungen, die Angehörige und Freunde machen können. Schmerz, Erschütterung und viele offene Fragen prägen oft ihren Alltag. Trauer verläuft dabei individuell unterschiedlich – und doch teilen viele Hinterbliebene ähnliche Gefühle und Herausforderungen.
Häufige Trauerreaktionen
Trauernde nach Suizid erleben häufig quälende Fragen nach dem WARUM, Gefühle von Schuld und Verantwortung für den Suizid, oder auch Hilflosigkeit, Wut, Ängste und eine Vielzahl anderer Gefühle. Das kann sehr chaotisch, widersprüchlich und verwirrend sein. Die durch den Suizid entstandene Erschütterung kann sich auf verschiedene Lebensbereiche auswirken: die Bewältigung des Alltags, Beziehungen zu anderen Menschen, Arbeit und Leistungsfähigkeit und die körperliche Gesundheit.
Trauer ist ein individueller Prozess
Jeder Mensch trauert anders. Die Trauer nach einem Suizid ist noch dazu oft besonders komplex und es kann deshalb lange dauern, bis Hinterbliebene ihren Verlust verarbeitet haben.
Stigma und Tabu
Suizid ist in unserer Gesellschaft noch immer ein Tabuthema. Das spüren Hinterbliebene nach einem Suizid besonders deutlich - für manche stellen Unverständnis, Sprachlosigkeit und Unsicherheit der Menschen in ihrem Umfeld eine besondere Herausforderung dar. Andere wiederum schämen sich und ziehen sich aus sozialen Beziehungen zurück.
Weniger Unterstützung
Hinterbliebene nach Suizid erhalten oft weniger soziale Anteilnahme und Unterstützung als andere Trauernde. Das hängt mit der Tabuisierung des Themas zusammen und verstärkt das Gefühl, allein gelassen zu werden.
Hilfe annehmen!
Die Summe der Belastungen in der Trauer kann die eigenen Kräfte übersteigen. Deshalb ist es wichtig, sich helfen zu lassen – in der Familie, von Freunden oder z.B. in einer Beratungsstelle. Dann wird es eher möglich, den Verlust zu verarbeiten und wieder zurück ins Leben zu finden.
Häufige Trauerreaktionen
Trauernde nach Suizid erleben häufig quälende Fragen nach dem WARUM, Gefühle von Schuld und Verantwortung für den Suizid, oder auch Hilflosigkeit, Wut, Ängste und eine Vielzahl anderer Gefühle. Das kann sehr chaotisch, widersprüchlich und verwirrend sein. Die durch den Suizid entstandene Erschütterung kann sich auf verschiedene Lebensbereiche auswirken: die Bewältigung des Alltags, Beziehungen zu anderen Menschen, Arbeit und Leistungsfähigkeit und die körperliche Gesundheit.
Trauer ist ein individueller Prozess
Jeder Mensch trauert anders. Die Trauer nach einem Suizid ist noch dazu oft besonders komplex und es kann deshalb lange dauern, bis Hinterbliebene ihren Verlust verarbeitet haben.
Stigma und Tabu
Suizid ist in unserer Gesellschaft noch immer ein Tabuthema. Das spüren Hinterbliebene nach einem Suizid besonders deutlich - für manche stellen Unverständnis, Sprachlosigkeit und Unsicherheit der Menschen in ihrem Umfeld eine besondere Herausforderung dar. Andere wiederum schämen sich und ziehen sich aus sozialen Beziehungen zurück.
Weniger Unterstützung
Hinterbliebene nach Suizid erhalten oft weniger soziale Anteilnahme und Unterstützung als andere Trauernde. Das hängt mit der Tabuisierung des Themas zusammen und verstärkt das Gefühl, allein gelassen zu werden.
Hilfe annehmen!
Die Summe der Belastungen in der Trauer kann die eigenen Kräfte übersteigen. Deshalb ist es wichtig, sich helfen zu lassen – in der Familie, von Freunden oder z.B. in einer Beratungsstelle. Dann wird es eher möglich, den Verlust zu verarbeiten und wieder zurück ins Leben zu finden.
Was Trauernde für sich selbst tun können.
Nach dem Suizid eines nahestehenden Menschen kann die Trauer überwältigend sein. Die folgenden Anregungen zeigen Ihnen, wie Sie in dieser schweren Zeit gut für sich sorgen können.
Bleiben Sie nicht allein mit Ihrer Trauer. Es ist wichtig, mit jenen Menschen in Verbindung zu sein, die sich um Sie sorgen. Erlauben Sie ihnen, sich um Sie zu kümmern, wenn Sie es brauchen.
Suchen Sie sich jemanden, bei dem Sie sich wohlfühlen und mit dem Sie reden können.
Erinnern Sie sich an jene Dinge, die Ihnen bisher in Ihrem Leben Kraft gegeben und Ihnen auch in schweren Zeiten geholfen haben. Ihre Kraftquellen sind so individuell wie Ihr Trauerprozess. Sie wissen am besten, was gut für Sie ist.
Jede körperliche Aktivität ist wertvoll. Bewegung und Sport können Sie aufrichten, wenn Sie sich niedergeschlagen fühlen. Schon ein kurzer Spaziergang ist manchmal ausreichend.
Frische Luft und Sonnenlicht können Ihre allgemeine Gesundheit und Ihr Wohlbefinden fördern.
Der Trauer- und Heilungsprozess braucht viel Zeit und verläuft in individuell unterschiedlichem Tempo. Es kann Jahre dauern, bis Sie Ihren Verlust verkraftet haben.
Trauer kann auch körperlich sehr belastend sein. Deshalb ist es wichtig, dass Sie gesunde Mahlzeiten zu sich nehmen, ausreichend schlafen, sich regelmäßig bewegen und übermäßigen Konsum von Koffein, Alkohol, Tabak und anderen Substanzen vermeiden. Ein Gespräch mit Ihrem Hausarzt kann Ihnen dabei helfen.
Seien Sie nett und geduldig mit sich selbst. Versuchen Sie Dinge zu tun, die Ihnen möglicherweise Entspannung und Trost bringen können, wie z. B. Musik hören, Massagen, ein warmes Bad oder Meditation.
Vielleicht können Sie Ihre Trauer mit Hilfe von Menschen aus Ihrer Familie und Ihrem Freundeskreis verarbeiten, vielleicht brauchen Sie aber auch zusätzlich professionelle Unterstützung. Scheuen Sie sich nicht davor, diese in Anspruch zu nehmen.
Der Kontakt mit anderen Betroffenen, z. B. in einer Selbsthilfegruppe oder online, kann sehr hilfreich sein.
Es kann entlastend sein, in Beratung oder Therapie offen über Gefühle zu sprechen – oder in einer Selbsthilfegruppe zu erleben, dass andere Ähnliches durchmachen. Oft hilft es, Verschiedenes auszuprobieren und zu kombinieren. Auch online verfügbare Informationen zur Trauer nach Suizid können eine wertvolle Stütze sein.
AGUS Selbsthilfe
Wie Hinterbliebene nach einem Suizid unterstützt werden können …
Was soll ich sagen? Was kann ich tun?
Es kann sein, dass ich intensive Gefühle wie Wut, Traurigkeit, Angst und Schuldgefühle habe. Sei auf alle diese Reaktionen gefasst, sie sind ein Ausdruck meiner Trauer. Du kannst sie mir nicht abnehmen oder ausreden. Aber es ist für mich tröstlich, wenn du da bist, zuhörst und mir zeigst, dass ich dir wichtig bin.
Hab den Mut, über die verstorbene Person zu sprechen und darüber, woran du dich erinnerst und was dieser Mensch vielleicht auch dir bedeutet hat. Das ist für mich sehr wertvoll.
Der Trauer- und Heilungsprozess braucht Zeit. Es kann Jahre dauern, bis ich meinen Verlust verkraftet habe. Geburtstage und Jahrestage können besonders schwierig für mich sein.
Fühle dich nicht gezwungen zu reden, weil du dich vielleicht unwohl fühlst. Du musst auch nicht versuchen, die Dinge für mich in Ordnung zu bringen. Wenn du nicht weißt, was du sagen sollst, sei ehrlich und sag: „Ich weiß nicht, was ich sagen soll, aber ich bin für dich da.“
Möglicherweise brauche ich Hilfe bei der Suche nach Informationen, beim Finden von medizinischer/psychologischer Unterstützung oder bei der Erfüllung alltäglicher Aufgaben. Es kann sehr wertvoll sein, wenn du mich irgendwo hinfährst, wichtige Telefonate für mich führst oder mich dabei unterstützt, meine Kinder oder ein Haustier zu versorgen. Auch Hilfe z. B. bei der Zubereitung einer Mahlzeit, beim Einkaufen, bei der Gartenarbeit oder im Haushalt ist willkommen.
Ein kurzer Anruf oder Besuch, aber auch gemeinsame Aktivitäten wie z.B. ein Spaziergang oder ein Kaffeehausbesuch können für mich hilfreich sein. Vielleicht lehne ich dein Angebot einmal ab, versuche es aber bitte trotzdem wieder. Eine Nachricht zwischendurch mit Worten wie: „Ich denke an dich“ und „Ich vermisse sie/ihn auch“ zeigt mir, dass ich nicht allein bin.
Zeige mir aufrichtige Betroffenheit und Anteilnahme, dass mein geliebter Mensch durch Suizid verstorben ist, aber fälle kein Urteil darüber.
Achte gut auf dich selbst, denn auch du bist möglicherweise von dem Verlust betroffen und hast deine eigene Trauer zu verarbeiten. Biete mir nur dann Unterstützung und Gespräche an, wenn du glaubst, diesen gewachsen zu sein.
Es ist schwierig mit der Trauer leben zu lernen. Hier teilen Hinterbliebene ihre eigenen Erfahrungen. Ihre Geschichten bieten wertvolle Einsichten und praktische Impulse, um einen Weg zu finden. Expertinnen und Experten ergänzen diese Berichte mit nützlichen Empfehlungen und Strategien.
Ein Spot über Dunkelheit und Hoffnung: In Zusammenarbeit von Hoch3 Filmproduktion und PAPA Productions. ist ein Werk entstanden, das berührt und Mut macht.
Es zeigt, wie sich Verzweiflung anfühlt, aber auch, wie Erinnerungen, Menschen und kleine Zeichen Hoffnung schenken können. Ein Film, der die Botschaft von Lukas4life spürbar macht: Es gibt einen anderen Weg.
Christiane Engelhardt, Ärztin für psychosomatische Medizin und Psychotherapie und Künstlerin, hat den Verlust ihrer Tochter Hanna durch Suizid erlebt.
WeiterlesenEs ist wichtig zu wissen, dass Hilfe in greifbarer Nähe ist. Wir haben eine Liste von lokalen und überregionalen kostenlosen Hilfseinrichtungen zusammengestellt, die auf Krisenhilfe spezialisiert sind. Kontaktiere Sie Organisationen, die Sie professionell und einfühlsam begleiten können.